
Evergreen-Vergleich
WordPress Page Builder 2026: 14 Lösungen im Vergleich
Früher habe ich Webdesigns noch händisch mit Werkzeugen wie Elementor oder Thrive Architect zusammengebaut. Das funktioniert. Allerdings bindest du damit nicht nur ein Plugin ein, sondern oft einen kompletten Arbeitsablauf für viele Jahre.
Genau deshalb ist die Frage nach dem „besten“ Page Builder zu klein. Du brauchst den Builder, dessen Bedienung, Kosten und Abhängigkeiten zu deinem Projekt passen. Sonst wird aus dem bequemen Baukasten später eine ziemlich unbequeme Renovierung.
Transparenzhinweis. Diese Vorschau enthält einen bestätigten Affiliate-Link zu Divi. Wenn du diesen Link nutzt und anschließend etwas kaufst, kann ich eine Provision erhalten. Meine Einordnung der Page Builder wird dadurch nicht beeinflusst. Alle übrigen Produktlinks führen weiterhin ohne Trackingparameter zu den offiziellen Anbietern.
Meine kurze Antwort. Für einfache und langfristig wartbare Websites würde ich zuerst den WordPress Block-Editor prüfen. Elementor ist der zugänglichste visuelle Allrounder. Bricks passt zu technisch orientierten Webdesignern, Beaver Builder zu wartungsbewussten Agenturen. Für Landingpages sind Thrive Architect und SeedProd stärker spezialisiert.
14 WordPress Page Builder im direkten Vergleich
Die Preise stammen von den offiziellen Seiten und wurden am 7. August 2026 geprüft. Aktionspreise, Steuern und Wechselkurse ändern sich. Deshalb solltest du vor dem Kauf immer noch einmal auf die verlinkte Preisseite schauen.
| Lösung | Geeignet für | Kosten | Gratis | Stärke | Grenze |
|---|---|---|---|---|---|
| WordPress Block-Editor | Blogs, Content, einfache Firmenwebsites | im WordPress-Kern | ja | wenig zusätzlicher Lock-in | Komfort hängt stark vom Theme ab |
| Elementor | Einsteiger, Selbstständige, Agenturen | Pro ab 60 US-Dollar pro Jahr | ja | zugänglicher visueller Allrounder | Tarifgrenzen und großes Ökosystem |
| Divi 5 | Einsteiger und viele Kundenwebsites | Lifetime 249 US-Dollar | nein | unbegrenzte Sites im Basispaket | eigenes Theme- und Builder-System |
| Bricks | technische Designer und dynamische Sites | ab 79 US-Dollar pro Jahr | nur Online-Test | Struktur, Klassen und dynamische Daten | Builder ist zugleich Theme |
| Beaver Builder | wartungsbewusste Agenturen | ab 89 US-Dollar pro Jahr | Lite | ruhiger, stabiler Kundenablauf | weniger Designfülle ab Werk |
| Breakdance | Freelancer und technisch Interessierte | ab 99,99 US-Dollar pro Jahr | ja | viele Komplettfunktionen | jüngeres Ökosystem |
| Oxygen 6 | Entwickler und Fortgeschrittene | Lifetime ab 129 US-Dollar | nein | tiefe Struktur- und Codekontrolle | Übergang von Classic zu Oxygen 6 |
| Brizy | Einsteiger und kleine Agenturen | Pro laut Tabelle ab 69 US-Dollar pro Jahr | ja | schneller visueller Einstieg | parallele Aktionspreise prüfen |
| Thrive Architect | Coaches, Kurse und Marketingseiten | Standalone oder Suite, dynamische Preise | nein | Conversion-Elemente und Landingpages | Suite wird bei kleinem Bedarf teuer |
| WPBakery | bestehende Theme-Projekte | 99 US-Dollar einmalig | Demo | breite Bestandskompatibilität | Shortcode-Wechselaufwand |
| Visual Composer | Einsteiger und kleinere Teams | ab 49 US-Dollar pro Jahr | ja | kompletter Website Builder | kleineres Ökosystem |
| SeedProd | Launches, Landingpages und Leads | Listenpreis ab 79 US-Dollar pro Jahr | Lite | fokussierter Kampagnenbau | Theme Builder erst ab höherem Tarif |
| Spectra | Gutenberg-Nutzer | Pro 69 US-Dollar pro Jahr | ja | nah am nativen Blocksystem | Kits liegen in größeren Paketen |
| Kadence Blocks | Content, Shops und Agenturen | Pro 119 US-Dollar pro Jahr | ja | gutes Block-Designsystem | mehrere Produkte im Ökosystem |
Vier Wege zur passenden Vorauswahl
Starte mit dem Block-Editor. Prüfe Spectra oder Kadence Blocks erst, wenn dir konkrete Layoutfunktionen fehlen.
Elementor ist der zugänglichste Einstieg. Divi ist interessant, wenn du viele Websites mit einer Lizenz betreiben willst.
Bricks, Breakdance und Oxygen geben dir mehr Strukturkontrolle. Dafür steigen Lernkurve und Verantwortung.
Thrive Architect und SeedProd bündeln Funktionen für Kampagnen, Formulare und schnelle Veröffentlichungen.
Diese Vorauswahl ist eine redaktionelle Einordnung aus den im Artikel genannten Kriterien. Sie ist kein gemessener Leistungstest.
So habe ich die Page Builder bewertet
Eine reine Funktionsliste hilft dir wenig. Fast jeder Anbieter verspricht heute Drag-and-drop, Vorlagen und Responsive Design. Der Unterschied zeigt sich erst, wenn du ein Design pflegen, eine Lizenz verlängern oder nach drei Jahren den Anbieter wechseln willst.
Ich bewerte deshalb sechs Dinge. Bedienung, Designkontrolle, Theme-Abhängigkeit, Wartbarkeit, Gesamtkosten und Erweiterbarkeit. Dazu kommen Formulare, WooCommerce, dynamische Inhalte und Funktionen für mehrere Kundenseiten.
Keine erfundene Geschwindigkeitsrangliste. Ein fairer Leistungstest bräuchte identisches Hosting, dasselbe Theme, dieselben Inhalte, dieselben Plugins und dieselbe Cache-Konfiguration. Diesen Test habe ich für diesen Artikel nicht durchgeführt. Anbieterangaben sind deshalb keine eigenen Messwerte.
1. WordPress Block-Editor: die vernünftige Ausgangsbasis

Der Block-Editor gehört seit WordPress 5.0 zum Kernsystem. Mit einem Block-Theme bearbeitest du nicht nur Beiträge und Seiten, sondern über den Site-Editor auch Templates, Header und Footer. Das ist kein klassischer Page Builder, aber für viele Projekte reicht es inzwischen völlig aus.
Für Blogs, Wissensbereiche und schlanke Unternehmensseiten ist das mein erster Prüfpunkt. Du zahlst keine zusätzliche Builder-Lizenz und bleibst näher am WordPress-Standard. Allerdings bestimmt das Theme stark, wie angenehm sich Layout und globale Gestaltung anfühlen.
- Zielgruppe
- Content-Seiten, kleine Unternehmen, kostenbewusste Betreiber
- Einsatzfall
- Beiträge, einfache Landingpages, Block-Theme-Websites
- Kosten
- Bestandteil von WordPress, keine Zusatzlizenz
- Wartbarkeit
- hoch, sofern native Blöcke und ein gepflegtes Theme genutzt werden
Meine Einordnung. Starte hier, wenn du noch nicht weißt, ob du einen separaten Builder brauchst. Spectra oder Kadence Blocks kannst du später ergänzen. Ein komplettes Fremdsystem würde ich erst installieren, wenn ein konkretes Layoutproblem ungelöst bleibt.
2. Elementor: der zugänglichste visuelle Allrounder

Elementor ist für viele Einsteiger der schnellste Weg zu einem frei gestalteten Layout. Die kostenlose Version deckt einfache Seiten ab. Pro ergänzt unter anderem Theme Builder, Formulare, dynamische Inhalte und je nach Tarif weitere Funktionen.
Der offizielle Essential-Tarif kostet am Stichtag 60 US-Dollar pro Jahr für eine Website. Schau genau hin, denn Popup Builder, eigener CSS-Code, E-Commerce und zusätzliche Dienste hängen vom gewählten Plan ab. Ein niedriger Einstiegspreis sagt deshalb noch wenig über die endgültigen Kosten.
- Zielgruppe
- Einsteiger, Selbstständige, Marketingteams und Agenturen
- Stärken
- visuelle Bedienung, großes Ökosystem, viele Integrationen
- Grenzen
- Tarifstaffelung, zusätzliche Add-ons und Wechselaufwand
- Alternativen
- Beaver Builder für Ruhe, Bricks für technische Kontrolle
Meine Einordnung. Wenn du ohne lange Lernphase visuell bauen willst, ist Elementor die plausibelste Wahl. Begrenze aber Add-ons und Widgets. Sonst wird aus der großen Auswahl schnell ein Wartungsprojekt mit fünf beteiligten Anbietern.
3. Divi 5: Komplettsystem mit ungewöhnlichem Lifetime-Modell

Divi verbindet Theme und visuellen Builder zu einem eigenen System. Das Lifetime-Paket kostet 249 US-Dollar einmalig und gilt für unbegrenzt viele Websites. Für Freelancer mit mehreren Projekten ist das finanziell interessant. Zusätzliche Pro-Dienste wie AI, Cloud und VIP-Support bleiben laufende Abonnements.
Divi 5 modernisiert die technische Grundlage, ohne dass du Divi als lockeres Zusatzplugin betrachten solltest. Designs, Module und Templates bleiben eng mit dem System verbunden. Das ist bequem, solange du dabeibleibst, und aufwendig, wenn du später vollständig wechselst.
- Zielgruppe
- Einsteiger, Freelancer und Agenturen mit vielen Websites
- Stärken
- Komplettpaket, Vorlagen, unbegrenzte Site-Nutzung
- Grenzen
- starke Systembindung, zusätzliche Dienste kosten extra
- Alternativen
- Elementor für ein offeneres Plugin-Ökosystem, Beaver Builder für Wartbarkeit
Meine Einordnung. Divi lohnt sich, wenn du das System bewusst als langfristige Plattform wählst. Nur wegen des Lifetime-Preises würde ich es nicht nehmen. Die eigentlichen Kosten eines Builders entstehen beim Pflegen und Wechseln, nicht nur an der Kasse.
4. Bricks: für Webdesigner, die Struktur ernst nehmen

Bricks ist gleichzeitig Theme und visueller Builder. Die Oberfläche spricht Designer an, die mit Klassen, Variablen, Query Loops, Bedingungen und dynamischen Daten arbeiten wollen. Das ist näher an einem strukturierten Webdesign-Ablauf als an einer Sammlung bunter Fertigmodule.
Starter kostet 79 US-Dollar pro Jahr für eine Website. Business deckt drei Sites für 149 US-Dollar ab, Agency unbegrenzt viele für 249. Die Lifetime-Lizenz für unbegrenzt viele Sites kostet 599 US-Dollar. Eine installierbare Gratisversion gibt es nicht, dafür einen Online-Test.
- Zielgruppe
- technische Designer, Freelancer und Agenturen
- Stärken
- Klassen, dynamische Daten, Query Loops, strukturierter Aufbau
- Grenzen
- steilere Lernkurve und Theme-Abhängigkeit
- Alternativen
- Breakdance für mehr Komplettfunktionen, Oxygen für tiefere Entwicklung
Meine Einordnung. Bricks ist meine stärkste redaktionelle Empfehlung für technisch orientierte Webdesigner. Ein Anfänger, der nur eine kleine Firmenwebsite bauen will, kauft damit allerdings mehr Werkzeug, als er wahrscheinlich braucht.
5. Beaver Builder: ruhig, wartbar und agenturtauglich

Beaver Builder wirkt weniger spektakulär als manche Konkurrenz. Genau das kann ein Vorteil sein. Der Arbeitsablauf ist überschaubar, die Lite-Version lässt sich kostenlos testen und die aktuellen Premium-Pakete bündeln Page Builder, Beaver Theme und Themer.
Starter kostet 89 US-Dollar pro Jahr für eine Live-Site. Plus deckt drei Websites für 179 ab, Professional 50 Sites für 299 und Unlimited unbegrenzt viele für 546. Entwicklungs- und Staging-Sites zählen laut Anbieter nicht zum Limit.
- Zielgruppe
- Agenturen, Freelancer und wartungsorientierte Teams
- Stärken
- klarer Kundenablauf, Suite in jedem Tarif, Lite-Version
- Grenzen
- weniger Designfülle und Effekte ab Werk
- Alternativen
- Elementor für mehr Vorlagen, Bricks für mehr technische Tiefe
Meine Einordnung. Für Kundenwebsites ist langweilige Zuverlässigkeit oft wertvoller als die nächste Animation. Beaver Builder passt, wenn mehrere Menschen Inhalte pflegen sollen und du einen kontrollierbaren Ablauf höher bewertest als maximale Effektdichte.
6. Breakdance: viele Funktionen in einem modernen Builder

Breakdance bündelt visuelles Bauen, Formulare, Popups, dynamische Daten und WooCommerce-Funktionen. Die kostenlose Version darf auf unbegrenzt vielen Websites eingesetzt werden, hat aber reduzierte Elemente und Bibliotheken.
Pro kostet 99,99 US-Dollar pro Jahr für eine Website oder 199,99 für unbegrenzt viele Sites. Der Anbieter weist darauf hin, dass der Preis des Unlimited-Tarifs künftig steigen soll. Das ist eine zeitkritische Aussage und gehört vor einem Kauf erneut geprüft.
- Zielgruppe
- Freelancer, technisch Interessierte und kleinere Agenturen
- Stärken
- Formulare, Popups, WooCommerce und dynamische Daten integriert
- Grenzen
- jüngeres Ökosystem und eigener Builder-Stack
- Alternativen
- Bricks für Struktur, Elementor für das größere Ökosystem
Meine Einordnung. Breakdance ist stark, wenn du mehrere Zusatzplugins durch einen Builder ersetzen kannst. Prüfe trotzdem jede eingebaute Funktion. Ein Komplettsystem spart nur dann Wartung, wenn du die Funktionen tatsächlich brauchst.
7. Oxygen 6: mächtig, aber mitten in einer Übergangsphase

Oxygen richtet sich an Entwickler und fortgeschrittene Designer, die HTML-Struktur, Styles und dynamische Daten genauer kontrollieren wollen. Die offizielle Website trennt inzwischen Oxygen 6 und Oxygen Classic. Genau diese Übergangsphase verdient mehr Aufmerksamkeit als der günstige Lifetime-Preis.
Classic wird mit einmaligen Preisen von 129, 149 und 179 US-Dollar angeboten. Zusätzlich zeigt der Anbieter ein zeitlich beworbenes Lifetime-Bundle für 199,50 US-Dollar, das Classic, Oxygen 6 und Add-ons verbinden soll.
- Zielgruppe
- Entwickler, fortgeschrittene Designer und dynamische Projekte
- Stärken
- Strukturkontrolle, dynamische Daten und lebenslange Lizenzmodelle
- Grenzen
- Lernkurve und Produktübergang zwischen zwei Generationen
- Alternativen
- Bricks für einen zugänglicheren Profi-Ablauf, Breakdance für mehr Komplettfunktionen
Meine Einordnung. Oxygen ist kein Spontankauf für einen Sonntagnachmittag. Wenn du die technische Freiheit nutzen kannst, ist es interessant. Wenn du nur eine Seite zusammenklicken willst, macht dir die zusätzliche Tiefe das Leben eher schwerer.
8. Brizy: schneller Einstieg mit genauer Preisprüfung

Brizy setzt auf einen unmittelbaren visuellen Arbeitsablauf. Die kostenlose Version bietet grundlegende Elemente und Vorlagen. Pro ergänzt Theme Builder, Popups, WooCommerce, dynamische Inhalte und Funktionen für mehrere Kundenprojekte.
Die offizielle Preisseite zeigte am Stichtag zwei Preiszustände. In der Vergleichstabelle standen 69 US-Dollar pro Jahr für Personal, 119 für Freelancer und 239 für Agency. Weiter oben wurden parallel Aktionspreise ab 60 US-Dollar angezeigt. Maßgeblich ist deshalb der Betrag im Checkout.
- Zielgruppe
- Einsteiger, Selbstständige und kleinere Agenturen
- Stärken
- direkte Bedienung, Gratisversion, White-Label-Tarif
- Grenzen
- uneinheitliche Aktionsdarstellung und kleineres Ökosystem
- Alternativen
- Elementor für mehr Integrationen, Visual Composer für ein ähnliches Einstiegsfeld
Meine Einordnung. Brizy ist eine gute Wahl, wenn dir die Oberfläche sofort liegt. Teste die Gratisversion mit einer echten Seite und nicht nur mit einer leeren Demo. Dann merkst du schnell, ob Struktur und Responsive-Steuerung zu deiner Arbeitsweise passen.
9. Thrive Architect: für Landingpages und Conversion-Abläufe

Thrive Architect ist weniger neutraler Seitenbaukasten und stärker auf Landingpages, Formulare, Leadgenerierung und Marketingelemente ausgerichtet. Das passt zu Coaches, Kursanbietern und kleinen Unternehmen mit konkreten Kampagnen.
Der Anbieter verkauft Architect einzeln, zusammen mit Thrive Optimize oder als Suite. Die Suite zeigte 299 US-Dollar im ersten Jahr und 599 bei der Verlängerung für fünf Sites. Die Einzelpreise werden dynamisch mit Aktionen dargestellt. Achte deshalb auf den Verlängerungspreis, nicht nur auf den ersten Kauf.
- Zielgruppe
- Coaches, Marketingteams, Kursanbieter und Leadseiten
- Stärken
- Landingpages, Conversion-Elemente und Verzahnung mit Thrive Tools
- Grenzen
- hohe Suite-Kosten bei kleinem Bedarf und Systembindung
- Alternativen
- SeedProd für fokussierte Launch-Seiten, Elementor für breiteren Website-Bau
Meine Einordnung. Thrive Architect ist sinnvoll, wenn du die Marketingwerkzeuge wirklich nutzt. Für eine einfache Unternehmenswebsite wäre die Suite zu viel. Bezahle nicht für acht Plugins, wenn du am Ende nur Überschrift und Button brauchst.
10. WPBakery: oft vernünftig im Bestand, selten meine erste Neuwahl

WPBakery steckt in vielen älteren Premium-Themes und Kundenprojekten. Es bietet Frontend- und Backend-Editor, über 50 Elemente, Templates, Grid-Funktionen und ein großes Add-on-Feld. CodeCanyon zeigte am Stichtag 99 US-Dollar für die reguläre Lizenz mit lebenslangen Updates.
Der Haken liegt im Wechsel. Viele Layouts basieren stark auf Shortcodes. Entfernst du den Builder, bleibt je nach Seite Aufräumarbeit zurück. Deshalb kann WPBakery für die Pflege eines bestehenden Projekts richtig sein, obwohl ich es für eine neue Website nicht zuerst wählen würde.
- Zielgruppe
- Betreiber bestehender WPBakery- und Theme-Projekte
- Stärken
- Bestandskompatibilität, Backend-Editor, viele Erweiterungen
- Grenzen
- Shortcode-Lock-in und älterer Arbeitsablauf
- Alternativen
- Visual Composer für ein getrenntes modernes Produkt, Beaver Builder für Neuaufbau
Meine Einordnung. Bestehende WPBakery-Seiten würde ich nicht aus Prinzip neu bauen. Bei einer neuen Website sehe ich aber keinen überzeugenden Grund, diesen historischen Ballast freiwillig mitzunehmen.
11. Visual Composer: nicht mit WPBakery verwechseln

Visual Composer und WPBakery sind heute zwei eigenständige Produkte. Visual Composer ist ein kompletter Website Builder mit Frontend-Editor, Theme Builder, Popup Builder und einem Hub für Elemente und Vorlagen.
Die Gratisversion deckt grundlegende Websites ab. Single kostet 49 US-Dollar pro Jahr, Plus 99 für fünf Sites und Accelerate 149 für 20. Eine Lifetime-Lizenz für eine Site kostet 149 US-Dollar und enthält lebenslange Updates sowie zwei Jahre Support.
- Zielgruppe
- Einsteiger, kleine Teams und Designer mit Vorlagenbedarf
- Stärken
- Gratisversion, kompletter Website-Bau, übersichtliche Site-Limits
- Grenzen
- kleineres Ökosystem als Elementor und Namensverwirrung
- Alternativen
- Brizy für schnelle Bedienung, Elementor für Integrationen
Meine Einordnung. Visual Composer ist eine faire, oft übersehene Alternative. Prüfe vor allem, ob deine wichtigsten Formulare, Felder und Shopfunktionen unterstützt werden. Der niedrigere Preis hilft dir nicht, wenn du später drei Zusatzplugins nachkaufen musst.
12. SeedProd: Spezialist für Launches und Landingpages

SeedProd kommt aus dem Bereich Coming Soon und Wartungsseiten. Inzwischen deckt das Plugin Landingpages, Theme-Bau, Formulare, E-Mail-Integrationen und je nach Tarif WooCommerce ab. Die Stärke ist der fokussierte Kampagnenstart, nicht maximale gestalterische Freiheit für jeden Seitentyp.
Die offizielle Seite nennt Listenpreise von 79, 199, 399 und 599 US-Dollar pro Jahr. Theme Builder gibt es ab Plus, WooCommerce im Elite-Tarif. Die Seite arbeitet stark mit Einführungsrabatten. Rechne deshalb mit dem regulären Verlängerungspreis.
- Zielgruppe
- Launches, Leadgenerierung, Kampagnen und kleine Shops
- Stärken
- Coming Soon, Landingpages, Zugriffskontrollen und Vorlagen
- Grenzen
- vollständiger Theme- und Shopbau erst in höheren Tarifen
- Alternativen
- Thrive Architect für Marketing-Suite, Elementor für ganze Websites
Meine Einordnung. Für eine einzelne Kampagne ist SeedProd klarer als ein überladener Allrounder. Als Fundament einer großen Unternehmenswebsite würde ich zuerst prüfen, ob du seine Spezialfunktionen dauerhaft brauchst.
13. Spectra: Gutenberg erweitern, ohne ihn zu ersetzen

Spectra ergänzt den Block-Editor um Container, Tabs, Formulare, Post-Layouts, Mega-Menüs und weitere Designblöcke. Du arbeitest weiterhin im WordPress-Editor. Das senkt die zusätzliche Systemschicht, beseitigt Abhängigkeiten aber nicht vollständig.
Die kostenlose Version ist umfangreich. Spectra Pro kostet 69 US-Dollar pro Jahr und wird laut Preisseite zum gleichen Betrag verlängert. Premium-Kits, Astra Pro und weitere Produkte liegen in größeren Toolkits mit höheren Verlängerungspreisen.
- Zielgruppe
- Gutenberg-Nutzer, Blogs und schlanke Firmenwebsites
- Stärken
- native Oberfläche, Gratisversion, erweiterte Blöcke
- Grenzen
- Premium-Kits separat und eigene Blockabhängigkeiten
- Alternativen
- Kadence Blocks für ein anderes Designsystem, Block-Editor pur für Minimalismus
Meine Einordnung. Spectra ist mein pragmatischer Mittelweg. Du bleibst im Block-Editor und ergänzt nur das, was WordPress selbst noch fehlt. Nutze trotzdem nicht jeden Block nur deshalb, weil er vorhanden ist.
14. Kadence Blocks: starkes Blocksystem mit wachsendem Ökosystem

Kadence Blocks ergänzt Gutenberg um Container, Formulare, Query Loops, dynamische Inhalte und ein konsistentes Designsystem. Zusammen mit dem Kadence Theme entsteht eine enge, aber weiterhin blockbasierte Arbeitsweise.
Die Gratisversion ist ein guter Start. Blocks Pro kostet 119 US-Dollar pro Jahr für bis zu fünf Sites. Plus kostet 169 für zehn Sites, Ultimate 299 für bis zu 25. Entwicklungs- und Staging-Sites zählen laut Anbieter nicht automatisch außerhalb des Limits, deshalb solltest du die Lizenzplanung genau lesen.
- Zielgruppe
- Content-Seiten, Shops, Agenturen und Block-Editor-Nutzer
- Stärken
- Designsystem, Query Loop, dynamische Inhalte und Theme-Verzahnung
- Grenzen
- mehrere Einzelprodukte und Site-Limits im Ökosystem
- Alternativen
- Spectra für günstigeren Pro-Einstieg, Block-Editor pur für weniger Abhängigkeit
Meine Einordnung. Kadence Blocks passt, wenn du bewusst ein blockbasiertes System aufbauen willst. Kaufe aber nicht automatisch das größte Paket. Für viele Websites reichen Gratisblöcke und ein gutes Theme weiter, als die Preistabelle vermuten lässt.
Welcher WordPress Page Builder passt zu dir?
Für Einsteiger
Teste zuerst den WordPress Block-Editor und Elementor Free. Damit vergleichst du zwei grundverschiedene Arbeitsweisen ohne Kauf. Wenn dir Elementor sofort verständlicher ist und du komplexere Layouts brauchst, ist Pro eine nachvollziehbare Erweiterung.
Für kleine Unternehmen und Coaches
Für eine ruhige Unternehmenswebsite reichen Block-Editor, Spectra oder Kadence Blocks oft aus. Wenn Landingpages, Formulare und Kampagnen im Mittelpunkt stehen, passen Elementor oder Thrive Architect besser. Thrive lohnt sich vor allem, wenn du auch die übrigen Marketingwerkzeuge nutzt.
Für Shops
WooCommerce-Unterstützung allein ist kein Qualitätsbeweis. Prüfe Produktarchive, Varianten, Warenkorb, Kasse, Filter und mobile Bedienung mit deinem konkreten Shop. Elementor, Breakdance, Bricks, Divi und Kadence bieten passende Werkzeuge, aber nicht immer im günstigsten Tarif.
Für Freelancer und Agenturen
Beaver Builder ist die ruhige Wartungswahl. Bricks bietet mehr technische Struktur. Divi wird durch die unbegrenzte Lifetime-Lizenz finanziell interessant. Entscheidend bleibt, ob Kunden Inhalte sicher pflegen können und ob dein Team ein einheitliches Designsystem nutzt.
Für Entwickler
Bricks und Oxygen bieten mehr Kontrolle über Struktur und dynamische Daten. Breakdance verbindet technische Möglichkeiten mit mehr fertigen Funktionen. Der Preis dafür ist eine Lernkurve. Wer Klassen, Komponenten und Datenmodelle nicht nutzen will, braucht diese Tiefe nicht.
Lock-in, Performance und Wartung werden gern übersehen
Der günstigste Builder ist nicht automatisch die günstigste Website. Zähle Lizenzverlängerungen, Add-ons, Premium-Vorlagen, Schulung, Wartung und einen späteren Wechsel zusammen. Schon ein einziges neu aufgebautes Seitentemplate kann mehr kosten als mehrere Jahreslizenzen.
Blockbasierte Lösungen bleiben näher am WordPress-Kern, sind aber nicht frei von Abhängigkeiten. Entfernst du Spectra oder Kadence Blocks, fehlen ihre speziellen Blöcke und Styles. Bei vollständigen Buildern betrifft ein Wechsel häufig Templates, Formulare, globale Farben und dynamische Inhalte.
Für Performance gilt dasselbe. Ein sauber eingesetzter Builder kann vernünftig laufen. Ein mit Animationen, Drittanbieter-Widgets und fünf Schriftfamilien überladenes Projekt wird langsam, egal welches Logo im Editor steht.
Auch Datenschutz und Barrierefreiheit entstehen nicht automatisch. Prüfe externe Schriftarten, Videos, Karten, Formulare, Cookie-Skripte, Tastaturbedienung, Fokuszustände, Überschriften und Kontraste. Der Builder liefert Werkzeuge. Die Verantwortung für die fertige Seite bleibt bei dir.
So wechselst du einen Page Builder ohne unnötiges Risiko
Ein Builder-Wechsel ist ein Relaunch im Kleinen. Lege zuerst eine vollständige Sicherung und eine Staging-Kopie an. Erfasse danach alle Seitentypen, globalen Templates, Formulare, Popups, dynamischen Felder und Tracking-Einbindungen.
- Wähle drei repräsentative Seiten und baue sie im neuen System nach.
- Vergleiche Mobilansicht, Formulare, interne Links, Metadaten und strukturierte Daten.
- Behalte URLs, Überschriften und wichtige Inhalte unverändert, sofern kein eigener SEO-Grund für Änderungen besteht.
- Entferne den alten Builder erst, wenn alle betroffenen Seiten geprüft und alte Shortcodes bereinigt sind.
- Teste nach der Umstellung Indexierbarkeit, Weiterleitungen, Kontaktwege und Ladeverhalten erneut.
Wenn dir diese Liste für eine kleine Website schon zu lang vorkommt, zeigt sie ziemlich genau, warum die erste Systementscheidung zählt. Besser isses, vorher zehn Minuten länger zu prüfen.
Mein Fazit
Ich würde heute nicht mit einer Bestenliste anfangen, sondern mit der Frage, wer die Website in drei Jahren pflegt. Für einfache Projekte ist der Block-Editor meine vernünftige Basis. Elementor bleibt der leichteste visuelle Einstieg. Bricks ist die stärkste Wahl für technisch orientierte Webdesigner, Beaver Builder für ruhige Agenturprozesse.
Thrive Architect und SeedProd sind gute Spezialisten, wenn Marketingseiten den Schwerpunkt bilden. WPBakery würde ich vor allem im Bestand weiterpflegen. Oxygen verlangt technische Bereitschaft. Divi lohnt sich, wenn du dich bewusst auf sein System einlässt.
Wenn du WordPress gerade erst kennenlernst, hilft dir mein WordPress Starterkurs. Für eine individuelle Umsetzung findest du auf der Seite zur WordPress Agentur Hannover meine Arbeitsweise. Mehr zu meinem Hintergrund steht unter Über mich.
Quellen und Aktualisierung
Alle Preis- und Funktionsangaben wurden am 7. August 2026 auf offiziellen Seiten geprüft. Besonders Oxygen, Divi, Brizy, Thrive Architect und SeedProd können ihre Angebote kurzfristig ändern.
Häufige Fragen zu WordPress Page Buildern
Welcher WordPress Page Builder ist für Einsteiger am besten?
Elementor ist der zugänglichste visuelle Allrounder. Wer mit einem Block-Theme auskommt und möglichst wenig zusätzliche Anbieterbindung möchte, sollte zuerst den WordPress Block-Editor ausprobieren. Beide Varianten kannst du kostenlos mit einer echten Testseite vergleichen.
Reicht der WordPress Block-Editor ohne Page Builder?
Für Blogs, einfache Unternehmensseiten und viele Inhaltsseiten reicht er oft aus. Ein gutes Block-Theme übernimmt die globale Gestaltung. Für komplexe Templates, Formulare oder dynamische Inhalte helfen Spectra, Kadence Blocks oder ein vollständiger visueller Builder.
Welcher Page Builder verursacht den geringsten Lock-in?
Der WordPress Block-Editor erzeugt die geringste zusätzliche Anbieterbindung. Spectra und Kadence bleiben näher am nativen Blocksystem als eigenständige Builder, bringen aber eigene Blöcke und Styles mit. Völlig ohne Wechselarbeit ist keine umfangreiche Designlösung.
Welcher Builder eignet sich für viele Kundenseiten?
Beaver Builder passt zu kontrollierten Agenturabläufen, Bricks zu technisch strukturierten Projekten und Divi zu Teams, die das Lifetime-Modell auf vielen Sites nutzen. Prüfe Site-Limits, Staging-Regeln, White Labeling und die Bedienung für Kunden gemeinsam.
Was ist der Unterschied zwischen WPBakery und Visual Composer?
Es sind heute eigenständige Produkte. WPBakery ist als klassischer Inhalts-Builder in vielen älteren Premium-Themes verbreitet. Visual Composer ist ein neuerer kompletter Website Builder mit Gratisversion, Theme Builder und eigenem Hub.
Kann ich den Page Builder später wechseln?
Ja, aber selten per Knopfdruck. Inhalte, Templates, Formulare und globale Styles müssen je nach Builder teilweise oder vollständig neu aufgebaut werden. Bereite den Wechsel auf einer Staging-Kopie vor und entferne das alte System erst nach vollständiger Prüfung.
Welcher Page Builder ist am schnellsten?
Ohne identischen Testaufbau ist eine Rangliste unseriös. Hosting, Theme, Bilder, Schriftarten, Widgets, Cache und die konkrete Umsetzung beeinflussen das Ergebnis. Wähle einen Builder, der dir saubere Strukturen erlaubt, und teste dann deine echte Seite mit denselben Bedingungen.
Sind kostenlose Page Builder langfristig kostenlos?
Die Basis kann kostenlos bleiben. Kosten entstehen oft später für Theme Builder, Formulare, Popups, dynamische Inhalte, WooCommerce, Vorlagen oder Support. Plane deshalb die Funktionen für die nächsten zwei Jahre und vergleiche den passenden Tarif, nicht nur den Gratis-Download.
